Jungle World vom 09. Mai 2013
Gedenken auf dem Abstellgleis
Die Bürgerinitiative "Zug der Erinnerung" will im Mai und Juni der Ermordeten des Lagers Sobibór gedenken. Über die Förderung des Projekts wird gestritten.
german-foreign-policy vom 09. Mai 2013
Systemtäter
Durch Einzahlungen in den Fonds der Stiftung (EVZ) können sich frühere NS-Unternehmen und deren Erben "Rechtsfrieden" verschaffen - so wie die DB AG. Die gesetzliche Regelung, die von sämtlichen Parteien des Bundestags bestätigt wurde, hebelt das Verjährungsverbot aus und stellt überlebende Opfer rechtlos, wenn sie gegen EVZ-Spender klagen wollen. Auch der "Zug der Erinnerung" hat gegen die EVZ-Praktiken und ihren Koopertationspartner DB AG keine Chance: Einen Antrag auf Förderung des Sobibór-Gedenkens im Mai und Juni hat der EVZ-Vorstand abgelehnt.
Um die Ehrung der Opfer auf dem deutschen Schienennetz dennoch zu ermöglichen, ruft die Bürgerinitiative 68 Jahre nach der Befreiung zu Spenden auf.
junge Welt vom 08. Mai 2013
»Zug der Erinnerung«
Die Initiative »Zug der Erinnerung« veröffentlichte am Montag unter dem Titel »Sobibór-Gedenken trotz DB-Forderungen« folgende Mitteilung:
junge Welt vom 27. April 2013
»Das will heißen: Geh nach Hause«
Gericht lehnt Prozeßkostenhilfe für KZ-Überlebenden ab, der Schmerzensgeld von der Bahn einklagen will. Gespräch mit Hans-Rüdiger Minow
Wolfsburger Nachrichten vom 25. April 2013
Zug der Erinnerung hält in Wolfsburg
Die Initiative will am 30. Mai an das Schicksal deportierter und ermordeter Nazi-Opfer erinnern.
german-foreign-policy vom 19. April 2013
"Erinnerungspolitik"
Spannungen zwischen der Bundesregierung und mehreren Opferstaaten überschatten das Gedenken an die Massendeportationen und Mordverbrechen der "Aktion Reinhardt" vor siebzig Jahren. In deren Rahmen wurden 1942 und 1943 rund zwei Millionen Gefangene aus West- und Osteuropa in den Vernichtungslagern Treblinka, Chełmno, Majdanek, Bełżec und Sobibór umgebracht.
junge Welt vom 20. März 2013
Des Aufenthalters Sohn
Als Bahnchef legte (Hartmut Mehdorn) nicht nur einen Hauptbahnhof hin, in dem der einzelne Mensch zum Streichholz herabgewürdigt wird, sondern lieferte sich Ende des vorigen Jahrzehnts auch regelrechte Abwehrschlachten mit den Initiatoren des »Zuges der Erinnerung«, der demonstrativ auf den Strecken der Bahn fuhr, die seinerzeit für die Deportation Hunderttausender Kinder und Jugendlicher benutzt worden sind – zum Gedenken an die Opfer des Mordes an Juden, Roma und Sinti. Der Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, Michael Szentei-Heise, hat diese Abwehr quasi tiefenpsychologisch gedeutet: »Wenn Herr Mehdorn im Dritten Reich in derselben Position gewesen wäre wie heute, hätte er mit großer Überzeugung Deportationen angeordnet.«
Rheinische Post vom 02. März 2013
Vergast und Vergessen
Im September 1942 starb der damals zwölfjährige Erich in Kulmhof (Polen). Der jüdische Junge wurde in Kaldenkirchen geboren, lebte viele Jahre in Süchteln. Lehrerin Julietta Breuer kämpft dafür, dass das Kind nicht vergessen wird...Das alles begann, als im März 2011 der ,Zug der Erinnerung' am Bahnhof in Viersen haltmachte.
WAZ vom 20. Februar 2013
BVB-Fans gedenken Nazi-Opfer Julius Hirsch
Am 3. März findet am Dortmunder Südbahnhof eine Gedenkveranstaltung für Julius Hirsch statt. Hirsch war Fußballer. 1943 wurde er nach Auschwitz deportiert. Sein letztes Lebenszeichen kam aus Dortmund.
Thüringische Landeszeitung vom 20. Februar 2013
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Mit einer neuen Wanderausstellung will die Initiative "Zug der Erinneurng" von diesem Herbst an "Geraubte Kinder - vergessene Opfer" der deutschen Zwangsgermanisierung ins Blickfeld rücken. Das Projekt leitet der Freiburger Christoph Schwarz.
WDR vom 15. Februar 2013
Der Zug der Erinnerung und seine schwierige Fahrt
Im Sommer 2007 gründete eine Handvoll Bürger den Verein "Zug der Erinnerung". Sie hatten die Idee, einen kleinen Zug, bestehend aus zwei Ausstellungswagen und einer wechselnden Zahl von Begleitwagen, auf das deutsche Schienennetz zu setzen und Erinnerungsarbeit zu leisten. Die Bürgerinitiative will an die Deportation von Juden, Sinti und Roma, darunter 100 000 Kinder aus Deutschland und dem übrigen Europa, in die Vernichtungslager erinnern - und an die Rolle, die die Deutsche Reichsbahn dabei spielte.
Seither rollt der Zug, hat viele Besucher - aber die Initiative kämpft ständig mit der Bahn, weil die Kosten für die Benutzung hoch sind.
Bündnis 90/Die Grünen vom 30. Januar 2013
Erklärung von Bündnis 90/Die Grünen
Zum 80. Jahrestag des Machtantritts von Adolf Hitler und der Nationalsozialisten in Deutschland erklären Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin: "Zivilgesellschaftliche Projekte wie die 'Stolpersteine' oder der 'Zug der Erinnerung', die im Sinne einer Erinnerungskultur von unten zur Spurensuche im eigenen Umfeld anhalten, (sind) wichtig und müssen unterstützt werden."
german-foreign-policy vom 07. Januar 2013
"Rechtsfrieden" wankt
Nach Einreichung einer Klage gegen die Deutsche Bahn AG (DB AG) und gegen die Deutsche Lufthansa wegen NS-Verbrechen ihrer Unternehmensvorläufer kündigen mehrere tausend Überlebende weitere Prozesse an. Sie waren als Kinder oder Jugendliche verhaftet und mit der NS-"Reichsbahn" deportiert worden, um in deutschen Kriegsbetrieben Sklavenarbeit zu verrichten; andere wurden in Vernichtungsstätten transportiert, aber konnten den Massenmorden entgehen. Zu den Deportationsgewinnlern gehörte unter anderem die NS-"Lufthansa".
Tagesspiegel vom 29. Oktober 2012
Linke wirft der Bahn AG Lüge vor
Die Linken-Abgeordnete Ulla Jelpke glaubt, dass die Bahn der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ Geld vorenthält. Es geht um 30.000 Euro - Einnahmen aus Trassenentgelten, die eigentlich vollständig gespendet werden sollten.
SAT.1 vom 16. Oktober 2012
Eine besonders bewegende Ausstellung ist derzeit in der Südpfalz zu sehen: der "Zug der Erinnerung". Es ist tatsächlich ein Zug, in dem Ausstellung stattfindet, als Symbol für die Bahntransporte, mit denen in der NS-Zeit Hunderttausende von Menschen zwangsdeportiert worden sind.
SWR vom 15. Oktober 2012
Sie haben Millionen Kinder umgebracht…
Es sind diese Blicke, die berühren…
Letzte Briefe der Kinder, die sie noch im Fahren aus dem Zug geworfen haben…
Die Rheinpfalz vom 12. Oktober 2012
"Zug der Erinnerung" in Fahrt
Für die jetzige Pfalzreise haben sich allerorten Menschen organisiert und engagiert, vorneweg viele Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern. Es war das Hannah-Arendt-Gymnasium in Haßloch, das den eigentlichen Startschuss gegeben hatte.
Die Rheinpfalz vom 11. Juli 2012
Anhalten und erinnern
Anhalten und erinnern Dem "Zug der Erinnerung" im Oktober einen Halt am Neustadter Bahnhof zu ermöglichen, ist ihr bislang größtes Projekt. Und es ist ehrgeizig.
junge Welt vom 02. Mai 2012
Bahn unter Zugzwang
»Zug der Erinnerung« liegt still, weil die Organisatoren der Ausstellung Bahn-Rechnungen nicht bezahlen können. DB-Vorstand kündigt nach Linken-Vorstoß Spende an
Jüdische Allgemeine vom 30. April 2012
Endstation
Die Initiative »Zug der Erinnerung« steht offenbar vor dem Aus
Der Tagesspiegel vom 26. April 2012
"Zug der Erinnerung" und Bahn können sich nicht einigen
Dem Projekt „Zug der Erinnerung“ droht das Aus. Die Verantwortlichen weisen sich gegenseitig Schuld zu.
Der Tagesspiegel vom 25. April 2012
"Zug der Erinnerung" bald für immer auf dem Abstellgleis?
Dem Projekt "Zug der Erinnerung", das an die NS-Deportationen mit der "Reichsbahn" erinnert, droht das Aus. Die Deutsche Bahn weigert sich, dem Verein die Gebühren für die Nutzung von Bahnhöfen und Trassen zu erlassen. Die Bahn erklärt dazu, sie werde alle Einnahmen, die durch das Projekt zusammenkämen, an die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft" spenden.
Kölner Stadt-Anzeiger vom 28. November 2011
Auf dem rechten Auge blind Als der "Zug der Erinnerung" im Frühjahr durch die Eifel fuhr, entstand die Idee zur Gründung eines Bündnisses gegen Rechtsextremismus und Gewalt. Die aktuellen Ereignisse und der große Zuspruch bei der jetzt erfolgten Gründungsversammlung zeigen, daß diese Entscheidung richtig war.
ARD vom 23. November 2011
Mahnendes Gedenken - der "Zug der Erinnerung" Die Beteiligung an Deportationen während des Nationalsozialismus ist das dunkelste Kapitel in der Geschichte der Deutschen Reichsbahn. Der "Zug der Erinnerung" informiert darüber.
Westdeutscher Rundfunk, 05. Oktober 2011
Redezeit (WDR 5): Der "Zug der Erinnerung", seine Ehrung für Julius Hirsch, seine Geschichte, die Auseinandersetzung mit der Deutschen Bahn AG und die deutsche "Gedenkkultur".
Die Welt, 24. Mai 2011
NS-Opfer wollen Deutsche Bahn in den USA verklagen Die Bahn soll Einnahmen der Reichsbahn aus Deportationen in NS-Konzentrationslagern zurückerstatten. NS-Opfer verklagen das Unternehmen auf zwei Milliarden Euro.
Thüringer Allgemeine, 20. Mai 2011
NS-Opfer bereiten Milliardenklage gegen Deutsche Bahn vor Der Deutschen Bahn AG könnte eine Milliardenklage auf Entschädigung
durch osteuropäische NS-Opferverbände drohen.
Thüringer Allgemeine, 20. Mai 2011
Anwalt will Entschädigung für osteuropäische Opferverbände Der Duisburger Anwalt Heinz Josef Sehr sprach in Kiew mit unserer
Zeitung und fordert für die osteuropäischen Opferverbände aus
"verbrecherischem Tun" stammendes Kapital als Entschädigung.
WDR Mediathek, 24. März 2011
Bericht aus Heinsberg Es ist ein dunkeles Kapitel unserer Vergangenheit. Ein Kapitel, das nicht vergessen werden darf. Und genau darum geht es beim "Zug der Erinnerungen". Bericht ansehen
WDR Mediathek, 10. März 2011
Ärger um "Zug der Erinnerung" Zur Zeit stehen die Waggons am Bahnhof in Mönchengladbach. Die Ausstellung informiert über die Verschleppung von unzähligen Menschen in die NS-Konzentrationslager. Da die Bahn hohe Gebühren für die Nutzung der Schienen verlangt, ist die Ausstellung auf Spenden angewiesen. Bericht ansehen
Kulturzeit, 2. März 2011
Müde Geste - Die Bahn und die NS-Opfer in Osteuropa Fünf Millionen Euro hat die Deutsche Bahn AG im Dezember 2010 NS-Opfern in mehreren Staaten Osteuropas, vor allem in Polen, als Entschädigung zugesagt. Ist damit alles gut? In Polen scheint man sich nun mit der Geste der Bahn AG zufrieden zu geben. Mehrere Organisationen in Russland, Weißrussland und in der Ukraine hingegen haben die fünf Millionen Euro als beleidigend und unannehmbar zurückgewiesen.
Deutschlandfunk vom 9. Dezember 2010
5 Millionen Euro - Spende der Bahn für NS-Opfer "Signifikanter Beitrag" nennt der Vorstand der Bundesstiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" die sogenannte Spende der Deutschen Bahn. Als "absurd, beschämend und beleidigend" lehnen NS-Opfer in Osteuropa das Almosen ab. Bericht anhören
ZDF vom 8. Dezember 2010
Fröhliche Geburtstagsfeier "Ein dunkles Kapitel, aber wir blicken nach vorne", sagt Bahnchef Grube über die Reichsbahn-Beihilfe zum Massenmord und die Verantwortung seines Nachfolgeunternehmens.
Beitrag ansehen
Deutschlandfunk vom 7. Dezember 2010
Die langen Schatten der Vergangenheit Opferverbände fordern Entschädigung von der Deutschen Bahn
Die Deutsche Bahn feiert in diesem Jahr das 175. Jubiläum. Damit bekennt sie sich auch zur Geschichte der Reichsbahn, die während des Zweiten Weltkrieges Millionen Gefangene transportierte.
Bericht anhören
RBB vom 6. Dezember 2010
Ich trage noch alles in mir Die Überlebende der "Reichsbahn"-Deportationen Sarah B. (Mitglied der "Child Survivors Deutschland" e.V.) und die Party der Deutschen Bahn AG am 07. Dezember in Nürnberg: Eine Gegenüberstellung. Beitrag ansehen
Nürnberger Zeitung vom 6. Dezember 2010
500 Menschen protestierten gegen die Bahn "Sie hat verdient am Nazi-Wahn. Statt feiern soll sie zahl'n die Bahn!" Mit Transparenten wie diesem zogen am Samstag nach Polizeiangaben 500 Menschen durch die Innenstadt vor das DB-Museum.
Abendzeitung vom 5. Dezember 2010
Vor dem Bahnjubiläum: Zeitzeugen kämpfen um Entschädigung "Zug der Erinnerung" klagt an: Millionen für Festakt mit Kanzlerin Merkel ? Almosen für die Deportations-Opfer
DAPD vom 4. Dezember 2010
"Zug der Erinnerung": 500 Menschen demonstrieren gegen Bahn Mehrere Hundert Menschen haben am Samstag in Nürnberg gegen die Entschädigungspolitik der Deutschen Bahn für NS-Opfer demonstriert.