
Zug der Erinnerung
Ein Projekt deutscher Bürgerinitiativen
In Kooperation mit:

Um die Zahlung von Schmerzensgeld an frühere Deportationsopfer abzuwehren, greift die DB AG zu revisionistischen Lügen, schreibt der "Zug der Erinnerung" in einer aktuellen Pressemitteilung. Laut DB AG besteht zwischen den millionenfachen "Reichsbahn"-Transporten an die KZ-Rampen und dem folgenden Vernichtungsgeschehen"keine innere Verbindung". Die Freiheitsbraubung der Opfer habe "außerhalb des Einflußbereichs der Reichsbahn" gelegen.
Diese und andere Behauptungen verbreitet der DB-Vorstand in einem Schriftsatz der Berliner Anwaltskanzlei "Redeker/ Sellner/ Dahls". Die Kanzlei hat den DB-Auftrag, gegen einen hochbetagten Überlebenden der "Reichsbahn"-Deportationen vorzugehen, weil er Anspruch auf Schmerzensgeld erhebt.
Der "Zug der Erinnerung" wirft DB-Vorstandschef Dr. Rüdiger Grube vor, er habe eine schwerwiegende Verfälschung der historischen Wahrheit zu verantworten. Die tatsächliche Aufgabe der "Reichsbahn" bei den Menschheitsverbrechen sei die eines logistischen Zulieferers gewesen. Ohne die Massentransporte der "Reichsbahn" hätten Morde des bewiesenen Umfangs nie stattfinden können.
Demnach gingen "Reichsbahn" und "Reichssicherheitshauptamt" arbeitsteilig vor: Die "Reichsbahn" garantierte der SS die zeitgerechte Zuführung von Millionen Menschen in die Lager; die SS bezahlte der "Reichsbahn" diese Mordbeihilfe nicht nur mit Beförderungsgeldern, sondern auch mit kostengünstigen Arbeitskräften aus den Zwangs- und Sklavenkontingenten.

Trotz massiver Boykottversuche der DB AG und ihres Eigentümers will der "Zug der Erinnerung" von den Opfern der Massendeportationen in das Vernichtungslager Sobibór Abschied nehmen (Pressemitteilung). Für das geplante Gedenken verlangt die DB AG ca. 10 Tausend Euro Gebühren und verweigert die Rückgabe der bisher entzogenen Gelder in Höhe von 40 Tausend Euro. Sie waren für das Gedenken an die Sobibór-Opfer bestimmt. Die Todesfahrten mit der "Deutschen Reichsbahn" fanden vor 70 Jahren statt. In einem bundesweit verbreiteten Aufruf bittet die Bürgerinitiative um Unterstützung (Flyer).
Im Frühsommer 1943 liess das NS-Regime tausende "Reichsbahn"-Waggons durch Deutschland und durch die besetzten Staaten rollen, um das beabsichtigte Mordprogramm an insgesamt 11 Millionen Menschen zu beschleunigen. Am 1. Juni 1943 verliess ein "Reichsbahn"-Transport mit 594 Kindern das NS-"Durchgangslager" Westerbork im okkupierten Holland; am 8. Juni folgte ein weiterer Transport mit 1.296 Kindern und Jugendlichen. Nach dreitägiger Fahrt, die u.a. über Berlin führte, erreichten die verschlossenen Waggons ihr Ziel. Im Vernichtungslager Sobibór wurden die Deportierten sofort erschossen oder vergast. Von dem Transport am 8. Juni kehrte niemand zurück.
Der "Zug der Erinnerung" soll auf mindestens 10 deutschen Bahnhöfen halten (darunter Dortmund, Bielefeld, Hannover, Braunschweig, Magdeburg, Wittenberge, Berlin, Frankfurt/Oder). Eine besonderer Bahnhofsaufenthalt ist in Wolfsburg vorgesehen. Dort hat das lokale Bündnis "Schulterschluss" den Zug eingeladen, um gegen eine Demonstration von NS-Wiedergängern zu mobilisieren.

Zwischen 7. März und 12. April 1945 ermordeten Polizeibeamte in einem Dortmunder Stadtwald etwa 300 ausländische Zwangsarbeiter und Angehörige des deutschen Widerstands. Die Morde fanden wenige Tage vor der Befreiung statt. Über das Gedenken und den Einfluss der Erinnerung auf die Gegenwart sprachen wir mit Andreas Roshol. Er ist Projektkkordinator beim Jugendring Dortmund.
ZdE: An der diesjährigen Ehrung der Ermordeten nehmen in Dortmund Jugendliche teil, die sich als „Botschafter_innen der Erinnerung“ verstehen. Warum „Botschafter“?
Roshol: Diese Bezeichnung kam zustande, nachdem Dortmunder Jugendliche 2010 von einer Fahrt zur Gedenkstätte Auschwitz zurückkehrten. Sie waren mit dem „Zug der Erinnerung“ nach Auschwitz gefahren und was sie von dort mitbrachten, war eine Botschaft: Wir sind in der Pflicht. Wir wollen auch andere in die Pflicht nehmen: sich zu erinnern und vor allem – zu handeln.
Wie ist das in Dortmund angekommen?
Roshol: Diese Jugendlichen haben sich an den Oberbürgermeister gewandt mit der Bitte, ihnen zuzuhören. Sie haben ihm vorgeschlagen, ihn nach Auschwitz zu begleiten, um auf kommunaler Ebene Konsequenzen zu ziehen.

Vor 70 Jahren, am 27. Februar 1943, begann in deutschen Städten die "Großaktion Juden": Mehrere zehntausend Menschen wurden von den Behörden in NS-Rüstungsbetrieben verhaftet. Dort leisteten sie Zwangsarbeit. Einige waren von den antisemitischen Massendeportationen bisher verschont geblieben, weil sie in Ehen mit nicht-jüdischen Partnern lebten oder als "Mischlinge" galten.
Unter den Verhafteten befand sich ein 15jähriger Junge: Horst Selbiger. Er überlebte die Großrazzia, weil sie auf entschlossenen Widerstand stieß. 70 Jahre nach den Ereignissen sprachen wir mit Horst Selbiger, der heute Vorsitzender der "Child Survivors Deutschland" (Überlebende Kinder der Shoah) ist.
Frage: Wo waren Sie an diesem 27. Februar vor 70 Jahren?
Horst Selbiger: Der 27. Februar 1943 war ein Samstag, ein kalter Wintertag. Mein Zwangsarbeitsplatz befand sich in einer Berliner Munitionsfabrik. Ich stand an einem stinkenden Behälter mit Nitrochlorethylen, einer giftigen Flüssigkeit, in der ich Metallteile waschen musste.
Frage: Seit wann mussten Sie Zwangsarbeit leisten?
Horst Selbiger: Seit die jüdischen Schulen geschlossen worden waren, seit 1942...Ich stand da in Hemd und Hose, wir hatten die Arbeit gerade begonnen, da hörten wir Stiefelschritte. Es waren die Stiefel der "Leibstandarte Adolf Hitler", die in ganz Berlin Betriebe abriegelte, in denen Juden beschäftigt waren.

70 Jahre nach den Verbrechen an tausenden Kindern im NS-Vernichtungslager Sobibór, von Mai bis Juni 2013, will der "Zug der Erinnerung" die Ermordeten ehren und in ihre deutschen Heimatregionen fahren (In Aussicht genommene Haltepunkte u.a.: Leer, Oldenburg, Dortmund, Bielefeld, Hannover, Braunschweig, Magdeburg, Rathenow/Brandenburg, Potsdam, Berlin und Frankfurt/Oder).
Wir laden dazu ein, von den Kindern und Jugendlichen Abschied zu nehmen - auf den Bahnhöfen, auf den ihnen vor 70 Jahren niemand half.
Damals, im Mai und Juni 1943, verliessen hunderte "Reichsbahn"-Waggons das SS-"Durchgangslager" Westerbork in den besetzten Niederlanden. Die Deportationen galten der jüdischen Bevölkerung Hollands und den aus Deutschland geflohenen Emigranten. Ziel war Sobibór.
Die Massenverschleppungen nahmen immer größere Ausmaße an, als Transport No.15 die Grenze überquerte und auf dem deutschen Schienennetz "nach Osten" fuhr: In den 46 Waggons saßen 1.145 Kinder und Jugendliche, zusammen mit 2.000 weiteren Opfern.
Nach drei Tagen erreichten die verplombten Waggons das Dorf Sobibór im besetzten Polen. An einer Rampe wurden die Verschleppten selektiert, die 1.145 Kinder und Jugendlichen binnen Stunden im Gas ermordet. Von Transport No.15 kehrte niemand zurück.
Die "Reichsbahn"-Waggons, die vor 70 Jahren durch Deutschland fuhren, hätten gestoppt werden können, und die Kinder des Transports No.15 könnten leben – wenn Rassismus und nationalistischer Größenwahn auf entschlossenen Widerstand gestoßen wären.

Vor siebzig Jahren begannen die Massendeportationen aus Westerbork (in den okkupierten Niederlanden) nach Sobibór (im deutsch besetzten Polen). Westerbork war von den NS-Besatzern als "Durchgangslager" eingerichtet worden, um die in Holland verhafteten Juden in den Tod "nach Osten" zu schicken. Ab März 1943 hieß dieses Ziel Sobibór.
In der unmittelbaren Nähe von Sobibór, einem Dorf an der polnisch-sowjetischen Grenze, ließ die SS auf insgesamt 60 Hektar eine Vernichtungsanlage errichten. Anders als in Auschwitz war in Sobibór die sofortige Ermordung der Deportierten beabsichtigt, Zwangsarbeit für die deutsche Kriegsindustrie blieb eine Ausnahme. Unter den Ermordeten befinden sich tausende Kinder und Jugendliche. Bereits im ersten Sobibór-Transport ab Westerbork werden 149 Kinder gelistet. Mit jeder neuen Deportation im Wochen-Rhythmus nahm die Zahl der Minderjährigen zu. Transport No.15 verzeichnet 1.145 Kinder, darunter Kinder deutscher Emigranten. Sie alle wurden noch am Ankunftstag einem grausamen Tod durch Gas ausgesetzt.

2013 jähren sich die Massendeportationen aus dem Zwangslager Westerbork (Niederlande) in das NS-Vernichtungslager Sobibor (Polen) zum siebzigsten Mal. Unter den Verschleppten, die noch am Ankunftstag vergast wurden, befanden sich mehrere Tausend Kinder und Jugendliche (Foto: Abtransport in Westerbork).
Ihr Schienenweg in die Vernichtung führte durch zahlreiche deutsche Städte, doch niemand schritt ein. Die reibungslose Verbrechenslogistik stellte die "Deutsche Reichsbahn" zur Verfügung. Ohne die Zuarbeit des staatlichen Unternehmens wäre ein Mordplan diesen Umfangs niemals zu realisieren gewesen. Trotzdem wurden die Organisatoren nicht zur Verantwortung gezogen. Keiner der überlebenden "Reichsbahn"-Täter musste büßen. Der "Zug der Erinnerung" wird das Gedenken an die Opfer der Sobibor-Deportationen und die Benennung der Täter in den Mittelpunkt seiner diesjährigen Aktivitäten stellen.
Die überlebenden "Reichsbahn"-Opfer in Osteuropa geben nicht nach und verlangen von dem Nachfolgeunternehmen (Deutsche Bahn AG) Rechenschaft über unterschlagene Deportationseinnahmen. (Pressemitteilung/Press Release).
Eine erste Klage wurde am 31. Dezember 2012 in Frankfurt a.M. eingereicht. Der ukrainische Kläger war mit 17 Jahren von der NS-"Reichsbahn" nach Deutschland verschleppt worden, wo er bei der NS-"Lufthansa" Zwangsarbeit leisten musste. Von der heutigen Lufthansa verlangt er Nachzahlungen der ihm vorenthaltenen Stundenlöhne, von der Deutschen Bahn AG ein Schmerzensgeld. Auch in den USA wird von NS-Nachfolgeunternehmen und deren Kollaborateuren Rechenschaft gefordert. Bitte hören Sie dazu den Bericht in "Radio Z".
Radio Z berichtet: Zwischen 1933 und 1945 wurden Hunderttausende Menschen deportiert, verschleppt und zur Zwangsarbeit herangezogen, nur ein Bruchteil dieser Menschen hat diesen Terror überlebt. Doch die Überlebenden werden seit Jahren mit minimalen Entschädigungshäppchen abgespeist oder eine finanzielle Wiedergutmachung verweigert. So streitet auch die Deutsche Bahn seit Jahrzehnten sämtliche Forderungen von Überlebenden ab, die als Deportierte und ZwangsarbeiterInnen unter dem Tun der Deutschen Reichsbahn zu leiden hatten. Eine vor kurzem eingereichte Klage und ein Gesetzentwurf in den USA könnten nun für eine Veränderung sorgen.
Der Vorstand der Bürgerinitiative bedankt sich für die Unterstützung, die er 2012 erhalten hat.
Ihre Mitarbeit und Ermutigung hat geholfen, an die Opfer zu erinnern, die Täter zu benennen und mit deren Erbschaft zu brechen.
Anläßlich des Gedenkens an die Novemberpogrome von 1938 veröffentlichen wir eine Übersicht, die das bis dahin erreichte Ausmaß der rassistischen deutschen Verfolgungsverbrechen ausweist. Die ersten Deportationen und Morde fanden bereits 1933 statt und setzten sich in Wellenform bis 1938 fort. Bevor es zu den antisemitischen Massenausschreitungen im November 1938 kam, dokumentiert ein (unvollständiger) Überblick seit Jahresanfang bis Ende Oktober 1938 mindestens 30 Transporte in Konzentrationslager und innerdeutsche Vernichtungsstätten (Ermordung "lebensunwerten Lebens", Aktion T 4). In diesem kontinuierlichen Geschehen sind die Abschiebungen nach Polen ("Polen-Aktion") und die Pogrome vom 9./10. November 1938 vorläufige Höhepunkte einer beinahe alltäglichen Systematik, die in der Folgezeit radikalisiert wurde. An den Verbrechen waren tausende Deutsche in unterschiedlicher Intensität als Beihelfer beteiligt. Soweit Deportationen über größere Strecken und mit höherer Personenzahl stattfanden, stellte die "Deutsche Reichsbahn" die Transporteinheiten.
14. Januar 1938: Deportation von 120 Personen aus Heilanstalt Nietleben u.a. nach Bernburg und Brandenburg (Tötungsvorhaben T 4); 24. März 1938: Deportation von politischen Häftlingen aus Zuchthaus Waldheim nach KZ Buchenwald; 1. April 1938: Deportation von 150 österreichischen NS-Gegnern aus Wien nach KZ Dachau; 12. April 1938: Deportation von vier Personen aus Heilanstalt Langendorf u.a. nach Bernburg und Brandenburg (Tötungsvorhaben T 4); 19. April 1938: Deportation einer unbekannten Anzahl von Personen aus Polizeigefängnis Nürnberg nach KZ Dachau; 30. April 1938: Deportation von 93 Persopnen aus Heilanstalt Bethel nach Anstalten Haina und Merxhausen (Tötungsvorhaben T 4);
Die Deutsche Bahn AG weigert sich, die Trassen- und Bahnhofsgebühren für den "Zug der Erinnerung" (seit Juli 2009 ca. 60.000.- Euro) an den gemeinnützigen Verein zurückzuzahlen. Bei den 60.000 Euro handelt es sich um Spendengelder, die tausende Besucher der Bürgerinitiative zur Verfügung stellten, um das Gedenken an die Deportationsopfer der NS-"Reichsbahn" zu ermöglichen - zuletzt spendeten die Besucher für eine Gedenkfahrt in der Südpfalz, die Ende Oktober zu Ende ging (SAT 1 / Presse). Ohne die vollständige Rückzahlung der von der DB AG eingezogenen Gelder wird der "Zug der Erinnerung" seine Fahrten nicht fortsetzen.
Die Zahlungsverweigerung der DB AG findet die volle Zustimmung der Bundesregierung, ist der aktuellen Antwort auf eine parlamentarische Anfrage im Bundestag zu entnehmen. Dort heißt es, die DB AG werde lediglich einen Teilbetrag der geschuldeten Gelder erstatten, aber auf keinen Fall an den "Zug der Erinnerung", sondern an eine Berliner "Bundesstiftung" (EVZ). Die "Bundesstiftung" steht unter Kontrolle des Bundesfinanzministeriums. Dort könne der "Zug der Erinnerung" die Rücküberweisung eines kleinen Teils seiner Spendengelder "beantragen". Ob einem solchen "Antrag" nachgekommen werde, entscheide allein die "Bundestiftung" EVZ. Dies nennt die Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke einen "Betrug an der Öffentlichkeit". Ziel sei es, den "Zug der Erinnerung", der seit über 5 Jahren die Verantwortung der Deutschen Bahn AG für die Verbrechen des Vorgängerunternehmens anmahnt, endlich lahmzulegen. (Medienbericht)
Nach überfüllten Ausstellungsaufenthalten in fünf Stationen der Südpfalz (Medienbericht SAT.1) steht der "Zug der Erinnerung" seit Montag früh auf dem Bahnhof Pirmasens-Nord (8 bis 18 Uhr). Der Zug wird dort noch bis Mittwoch bleiben. Eingeladen und seit Monaten vorbereitet haben den Aufenthalt mehrere Schulen in Thaleischweiler-Fröschen und der Pirmasenser Umgebung. Pirmasens gehört zu den aktuellen Aufmarschgebieten rassistischer Organisationen, die von den Verbrechen ihrer politischen Vorgänger ablenken wollen und ein Europa der "Völker" propagieren. Gemeint ist die Aufspaltung des Kontinents nach Blutsherkunft ("Rasse"). Höchste Vollkommenheit wird den "Ariern" (d.s. Deutsche) angedichtet. Der Rassenwahn hat in Pirmasens bereits einmal zu Mord und Totschlag geführt: In Pirmasens-Nord unterhielt die "Reichsbahn-Baumeisterei" ein großes Zwangsarbeiterlager für "Untermenschen" (siehe Foto rechts). Tausende Gefangene starben dort, wo der "Zug der Erinnerung" jetzt Halt macht. Auf dem Bahnhof ("Biebermühle") fehlt jeder Hinweis.
Bisher über 10.000 Besucher sind in der Südpfalz an den "Zug der Erinnerung" gekommen.
Am Bahnhof Hassloch (täglich von 8 bis 19 Uhr) bildeten sich bereits in den ersten Stunden lange Schlangen, als hunderte SchülerInnen des Hannah-Arendt-Gymnasiums und der Realschule Plus durch die Ausstellungswaggons gingen. Auf die Ankunft des Zuges, der noch bis zum Samstag in Hassloch steht, hatten sich zivilgesellschaftliche Organisationen und kommunale Träger seit Monaten vorbereitet. Das Begleitprogramm reicht bis in den kommenden Januar.
Mordehren: Josef Bürckel, der tausendfachen Mordbeihelfer und Schuldige an der Deportation der Juden der Saarpfalz und Österreichs wird auf dem Friedhof von Neustadt mit einem repräsentativen Grab geehrt. Es fehlt jeder Hinweis auf die von Bürckel zu verantwortenden Massenverbrechen. Eine Bitte um Entfernung des Grabes hat der Neustädter Oberbürgermeister zurückgewiesen, den Brief einer Überlebenden der Deportationen vom Oktober 1940 ließ er unbeantwortet. Der „Zug der Erinnerung“ muss in Neustadt auf einem Halt abseits des Zentrums stehen (Neustadt-Böbig), weil ihm die DB AG auf dem Hauptbahnhof ein Gleis verwehrt.An den Oberbürgermeister von Neustadt richtete Frau Wicki-Schwarzschild, eine Überlebende der NS-Massendeportationen aus der Pfalz, im August 2011 das folgende Schreiben. Oberbürgermeister Hans Georg Löffler hat es nie beantwortet. Anläßlich des heutigen Aufenthalts des "Zug der Erinnerung" auf dem S-Bahnhof Neustadt Böbig und mit Billigung von Frau Wicki-Schwarzschild veröffentlichen wir Auszüge:
"Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
....Anliegen ist es, in Neustadt Hinweistafeln anbringen zu lassen über die Verbrechen, die sich Josef Bürckel in seiner Eigenschaft als Gauleiter der Rheinpfalz hat zuschulden kommen lassen...Meine Familie und ich sind direkte Betroffene von der sogenannten Bürckel-Aktion: Mein Vater: Richard Schwarzschild (1898) war Jude, meine Muter (1909) Katholikin aber jüdisch getraut, meine Schwester Hannelore Wicki-Schwarzschild (1929) und ich Margot Wicki-Schwarzschild (1931), unsere Grossmutter Sarah Schwarzschild (1861)...
Am 19. Mai 1944 deportierten die deutschen Besatzungsbehörden das Sinti-Mädchen Settela Steinbach aus dem NS-Zwischenlager Westerbork (Niederlande). Zu dem Transport gehörten 244 weitere Gefangene, die verhaftet worden waren, weil sie als "Zigeuner" galten. Die "Reichsbahn"-Fahrt dauerte zwei Tage und Nächte und führte nach Auschwitz. Die 10jährige Settela, ihre Mutter, zwei Brüder, zwei Schwestern, ihre Tante, zwei Neffen und eine Nichte wurden in dem Vernichtungslager durch Gas ermordet.Am 07. August 1942 hielt ein "Reichsbahn"-Transport auf Gleis 3 in Schifferstadt - in Sichtweite steht z.Zt. der "Zug der Erinnerung".
(Medienberichte: SWR und SAT.1)
In den verschlossenen Waggons befanden sich 987 Personen. Ihre Namen waren auf der Deportationsliste "Nummer 34" vermerkt, bevor sie im
NS-Sammellager Westerbork (Niederlande) verladen wurden: holländische und deutsche Juden mit Ziel Auschwitz. Keiner kehrte zurück, nur einer wird mit ihrem Namen gedacht: der zum Katholizismus konvertierten Nonne Edith Stein. Wer gedenkt der 986 anderen? Wer erinnert an die mehr als siebzigtausend Deportierten aus Westerbork, von denen ein großer Teil wahrscheinlich ebenfalls über den Bahnhof Schifferstadt nach Auschwitz fahren musste? Zu ihnen gehörte das Sinti-Mädchen Settela Steinbach (Foto rechts).
Diese "Reichsbahn"-Transporte leitete das NS-Verkehrsministerium aus dem besetzten Holland auf der Rheinschiene in die Pfalz und von dort nach Nürnberg, Dresden, Kattowitz und Auschwitz. Die Streckenführung sah einen Kurzhalt in Schifferstadt vor. Die Züge hielten hier bei Tage und konnten von jedermann eingesehen werden. Hilfe, und wäre sie noch so bescheiden gewesen, ist an keinem der Deportationszüge verbürgt.
Obwohl sich bis zu 1.500 Menschen an den verdrahteten Luftluken der unzähligen Waggons drängten, darunter Frauen und Kinder, behaupteten Zeitzeugen später, sie hätten an angebliche "Gefangenentransporte" mit Kriminellen geglaubt.

In Germersheim begann die Aussonderung jüdischer Schüler 1935. Die Bezirksschulbehörde ordnete am 24. September an, sämtliche Kinder "nichtarischer Abstammung" zu melden. An dieser diskriminierenden "Erfassung" beteiligte sich das Lehrpersonal. Der "Nachweis der Rassezugehörigkeit" ergab, daß aus Hagenbach 1 Hauptschüler "Volljude" war. In Kandel und Leimersheim wurde ebenfalls 1 Schüler als "Volljude" bezeichnet. In Rülzheim traf diese demütigende Bezeichnung auf 12 Hauptschüler zu. Ihre Familien gehörten zur Ortsbevölkerung und gingen bürgerlichen Berufen nach (Foto: Familie Rosenbaum vor ihrem kleinen Kaufhaus in Germersheim).
Die Aussonderung der jüdischen Schüler gehörte zum bürokratischen Fundament, das die späteren Verhaftung der jüdischen Familien vorbereiten half. Die Deportationen im Oktober 1940, die am helllichten Tag erfolgten, trafen weder in Germersheim noch in den Nachbarorten auf Widerstand. Niemand half.
Der "Zug der Erinnerung" wird noch bis Donnerstag, 17.00 Uhr, am Germersheimer Bahnhof der Opfer des NS-Rassismus gedenken.
In Landau, der ersten Station in der Südpfalz, stellten SchülerInnen des Eduard-Spranger-Gymnasiums am "Zug der Erinnerung" die Ergebnisse ihrer Spurensuche nach deportierten Landauer Familien vor. Zu ihnen gehörten Bernd Mayer, Irmgard Günzburger und Chana Siegel. Chana Siegels Weg steht für die Odyssee vieler anderer Deportierter. Das erst zweijährige Mädchen wurde im Oktober 1940 erst nach Gurs (Südfrankreich) verschleppt und kam von dort in ein Sammelllager bei Marseille. Nach einer weiteren Station (Drancy bei Paris) endete das kurze Leben von Chana Siegel Anfang Juni 1944 in Auschwitz.
Anläßlich des Fahrtbeginns durch die Südpfalz (Medienberichte: SWR und SAT.1) sprachen wir mit Gernot Stiwitz, Referatsleiter für historisch-politische Bildung und Demokratieerziehung im Mainzer Bildungsministerium.
Zug der Erinnerung (ZdE): Zum zweiten Mal fährt der "Zug der Erinnerung" durch die Pfalz - und zum zweiten Mal mit erheblicher Unterstützung des Mainzer Bildungsministeriums. Das ist nicht überall so. Hat Rheinland-Pfalz Prävention gegen NS-Wiedergänger besonders nötig - oder will das Land Vorreiter sein?
Gernot Stiwitz: Rheinland-Pfalz ist ganz bestimmt im Ländervergleich keine Hochburg rechtsextremer Ideen und als Vorreiter im Sinne eines Musterschülers, der sich vordrängt, verstehen wir uns auch nicht. Wir halten allerdings Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus für dauerhaft notwendig und erachten den "Zug der Erinnerung" für einen wichtigen und sehr anschaulichen Beitrag zu dieser Präventionsarbeit. Daher hat unsere Ministerin nach dem großen Erfolg im Jahr 2009 entschieden, dass wir uns erneut zu engagieren.
ZdE: Die Ereignisse um den NSU-Terror haben viele Menschen aufgeschreckt. Warum gelingt es nicht, die NS-Aktivitäten einzudämmen? Werden in den Schulen die familiären Erzählungen ("Opa war kein Nazi") wirklich hinterfragt?
Aus Landau, der ersten Station des Gedenkens in der Südpfalz, stammt der Rasseforscher Hermann Arnold. Er absolvierte das Humanistische Gymnasium in Landau und war hier bis 1974 Amtsarzt. Als Spezialist für "Zigeunerfragen" setzte er die Tradition seiner NS-Vorbilder aus der "Rassehygienischen Forschungsstelle" (RHF) in der Bundesrepublik fort. Von den RHF-Tätern (hier bei einer Schädelvermessung 1938) wurden Sinti und Roma selektiert. Die pseudowissenschaftlichen Maßnahmen bereiteten ihre spätere Ermordung vor.An drei Tagen stand der "Zug der Erinnerung" in Landau. Wir sprachen mit Martin Layes, lokaler Koordinator der Landauer Aktivitäten sowie Geschichts- und Religionslehrer an einem Landauer Gymnasium.
Zug der Erinnerung (ZdE): Warum engagieren Sie sich für den Zugaufenthalt?
Martin Layes: Zuerst einmal engagiere ich mich für Menschen, die aus den Orten ihrer Kindheit und Jugend herausgerissen wurden, die scheinbar keine Spuren hinterließen, so als ob sie in unserer Gegenwart als Geister herumspuken. Aber natürlich sind sie keine Geister und sie können ein Gesicht bekommen.
ZdE: Wo haben Sie diese Erfahrung gemacht?
Martin Layes: Ich habe einen Onkel, der im Krieg geblieben ist, dessen Soldatengrab wir nicht kennen und dessen Verschwinden in mir starke Gefühle auslöste als ich von meinem Vater davon erfuhr.
ZdE: : Halten Sie das für einen passenden Vergleich mit den Deportationsopfern, deren Verschwinden wir im "Zug der Erinnerung" beklagen?
Martin Layes: Ja und nein. Das Verschwinden der Opfer und das Verschwinden der Täter läßt sich nicht vergleichen. Aber die emotionalen Folgen in den Familien sind doch ähnlich...
ZdE: Würden Sie der Behauptung zustimmen, daß Ihr Onkel als Wehrmachtssoldat auch für die Verteidigung von Auschwitz kämpfte; daß er dafür kämpfte, die Todesmaschinen in Auschwitz solange zu halten wie sie gehalten wurden?
Hassloch gehört zu den Stationen der kommenden Zugfahrt durch die Südpfalz.
Dort sprachen wir mit Petra Exner-Tekampe, Oberstudienrätin für Sport und Englisch am Hannah-Arendt-Gymnasium. Frau Exner-Tekampe hat zur Einladung der Ausstellung wesentlich beigetragen.
Frage: Was hat Sie motiviert?
Exner-Tekampe: Ich hatte die Ausstellung in Speyer gesehen, 2009, und das hat nicht nur bei mir, auch bei meinem Sohn, starke Gefühle hervorgerufen. Mich haben die Fotos dieser Kinder nicht mehr losgelassen. Der Geburtstag der Namensgeberin unserer Schule, Hannah Arendt, war für mich eine Gelegenheit, den Zug in die Südpfalz bringen zu wollen.
Frage: Warum die starken Gefühle?
Exner-Tekampe: Weil diese Ausstellung etwas Besonderes hat. Sie kommt ohne ideologischen Zeigefinger aus, sie ist auch keine bebilderte Geschichtsstunde und sie ist nicht larmoyant. Was zu sehen und zu fühlen ist, ist konkret:
Kurze Biographien junger Menschen, die abgeholt wurden und die nicht zurückkehrten. Wer das als Erwachsener sieht, muß an die eigenen Kinder denken. Dies führt zu einer Identifikation mit den Opfern und das erschüttert.
Frage: Welche praktischen Schwierigkeiten mussten Sie schultern?
Exner-Tekampe: Das Eine war die Idee, das Andere die Realisierung bzw.
Finanzierung . Und das war nicht einfach! Ohne das Mainzer Kultusministerium, ohne die lokalen Sponsoren, vor allem ohne die Bereitschaft der Schule und vieler engagierter MitstreiterInnen vor Ort hätte es nie geklappt.
Frage: Gab es nicht auch Widerstände?
Exner-Tekampe: Ja, die gab es. Und es wäre seltsam, wenn die Erinnerung an die Massendeportationen nicht auch Schmerzen hervorrufen…
Die NS-Massendeportationen von über 6.000 Menschen aus der früheren Saarpfalz und aus Baden wären ohne die "Reichsbahn" logistisch unmöglich gewesen. Diese Gleisinstallation im südfranzösischen Gurs, dem Zielort der deutschen Verschleppungen, erinnert an die Bahn-Beihilfe zum millionenfachen Massenmord. "Gurs: welch sonderbare Silbe - wie ein Schluchzen aus verschlossener Kehle" (Louis Aragon).Mit umfangreichen Begleitprogrammen an den Stationen des "Zugs der Erinnerung" wird in der Südpfalz der NS-Massendeportationen vom Oktober 1940 gedacht. Beispielhaft ist eine Veranstaltungsreihe in Schifferstadt. Sie beginnt bereits am 08. Oktober (Ausstellung zur NS-Psychiatrie) und reicht bis 23.10. mit Vorträgen ("Die Straßen standen voller Gaffer") und einem Schweigemarsch zum Bahnhof. Einzelheiten bei den lokalen Koordinatoren:
Landau: mjlram@yahoo.de |
Germersheim: hfalter@germersheim.eu |
Schifferstadt: u_volk@schifferstadt.de |
Neustadt: info@zugde.eu |
Haßloch: pexnert@aol.com |
Pirmasens: sandra.wagner@tapper-gmbh.de |
Im Zweifelsfall helfen wir Ihnen unter folgender Rufnummer weiter: 0171-190 5050
Im Oktober 1940 verhafteten die deutschen Behörden über 6.000 Menschen aus der Pfalz, dem Saargebiet und Baden, weil sie Juden waren. Die NS-"Reichsbahn" deportierte die Familien in das Zwischenlager Gurs (Südfrankreich). Nach weiteren Irrfahrten endete das Leben der meisten Verschleppten in den Ghettos und Vernichtungsanstalten. Unter den Ermordeten befanden sich über tausend Kinder und Jugendliche.In der Südpfalz bereiten sich Organisatoren an fünf Haltestationen auf die Ankunft der Ausstellungswagen mit Biographien der deportierten Kinder und Jugendlichen vor. Der "Zug der Erinnerung" erwartet den Besuch tausender Schüler - aber auch die Anteilnahme der regionalen Bürgerschaft. Insbesondere an den Nachmittagen (bis 19 Uhr) und Wochenenden steht die Ausstellung für Einzelbesucher kostenlos offen. Folgende Kontakte können hilfreich sein:
Landau: mjlram@yahoo.de |
Germersheim: hfalter@germersheim.eu |
Schifferstadt: u_volk@schifferstadt.de |
Neustadt: info@zugde.eu |
Haßloch: pexnert@aol.com |
Pirmasens: sandra.wagner@tapper-gmbh.de |
Im Zweifelsfall helfen wir Ihnen unter folgender Rufnummer weiter: 0171-190 5050

Bei seiner kommenden Fahrt durch die Südpfalz wird der "Zug der Erinnerung" die aktuellen Ereignisse um den "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) zum Anlaß nehmen, um auf das seit 1945 anhaltende Kontinuum von Rassismus und nationalem Größenwahn aufmerksam zu machen.
Das Gedenken an die Opfer dürfe nicht dazu führen, daß von den Tätern geschwiegen werde, heißt es bei der Bürgerinitiative. "Der Einfluß der Täter hörte nach der Befreiung nicht auf. Ihre Spuren führen in die Gegenwart."
Nicht nur bei der Deutschen Bahn setzten zahlreiche Verantwortliche für die Massendeportationen ihre Karrieren in der Bundesrepublik fort.
Vergleichbare Tätergruppen füllten den beschwiegenen Traditionsbestand auch anderer Großunternehmen. Zugleich kam es nur in wenigen deutschen Familien zu einem wirklichen Bruch mit der eigenen Teilhabe an der großdeutschen Aggression. Dies wirkt sich in der zweiten und dritten Generation der Tätererben verheerend aus.
Beispielhaft sind die Zustände in Neustadt (Rheinland-Pfalz), wo eines maßgeblichen Schuldigen an Deportation und Tod vieler Kinder und Jugendlichen ehrend gedacht wird (Foto rechts: Familiengrab).
"Ohne eine generationsübergreifende Weitergabe der ideologischen Elemente, die in der NS-Zeit radikalisiert wurden und zu millionenfachen Opfern führten, wären politische Gruppierungen wie die NSU-Zelle nicht denkbar", heißt es in einer internen Ausarbeitung des Trägervereins "Zug der Erinnerung".
Inzwischen stehen die Daten der Fahrt durch die Südpfalz fest:
Landau: Sonntag, 14.10. / Montag, 15.10. - Dienstag, 16.10.2012
Germersheim: Mittwoch, 17.10. - Donnerstag, 18.10.2012
Schifferstadt: Freitag, 19.10. - Samstag, 20.10.2012
Neustadt: Montag, 22.10. - Mittwoch, 24.10.2012
Haßloch: Donnerstag, 25.10. - Samstag, 27.10.2012
Pirmasens: Montag, 29.10. - Mittwoch, 31.10.2012

In mehreren Städten der Südpfalz sollen im kommenden Herbst die jugendlichen Deportationsopfer des NS-Regimes besonders geehrt werden. Dazu haben Bürgerinitiativen, Schulen, Kommunen und die Mainzer Landesregierung den "Zug der Erinnerung" eingeladen. Feste Termine oder Optionen für den Zugaufenthalt mit seinen Ausstellungswaggons gibt es bereits in Germersheim, Haßloch, Landau, Pirmasens und Schifferstadt.
Anlass der Einladungen ist das Datum der Wiederkehr der Massenverschleppungen von über 6.000 Menschen aus der Saar, der Pfalz und Baden im Oktober 1940. Diese Gebiete sollten als erste "judenfrei" gemacht werden. Auf dem Umweg über Südfrankreich und Paris transportierte die "Reichsbahn" die Gefangenen später "in den Osten". Dort erwartete auch unzählige Kinder und Jugendliche der Tod.
"Aber nicht nur dieses Datum lässt die Fahrt bedeutend werden", heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. "Die Mordserie des NS-Untergrunds und der Anstieg rassistischer Gewalttaten verdienen eine klare Antwort. Sie muss im öffentlichen Raum, auf der Straße oder auf den Bahnhöfen gegeben werden. Vor der Wiederkehr von Antisemitismus und vor nationalem Größenwahn dürfen wir uns nicht hinter die Gardinen flüchten."
Die Bürgerinitiativen und Kommunen der Südpfalz, vor allem aber das Mainzer Bildungsministerium, haben einen hohen Teil der Fahrtkosten übernommen, da sich sowohl die DB AG als auch das Berliner Verkehrsministerium im fünften Jahr weigern, den Zug kostenlos über das staatliche Schienennetz fahren zu lassen.